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Hannover 96 - Eintracht Frankfurt Vorbericht

Endlich gehts wieder los, nach sechs Wochen ohne Fußball startet Hannover 96 heute in die Bundesliga-Saison 2010/11. Gegner zum Auftakt ist die Eintracht aus der Mainmetropole. Damit gastiert so etwas wie der Lieblingsgegner der "Roten" zu Beginn der neuen Spielzeit: Wenn das kein gutes Omen ist. Gute Omen braucht 96 mit Sicherheit in dieser Saison, denn die Vorzeichen sind alles andere als gut: so hat das Wochenmagazin spiegel 96 als Abstiegskandidat Nummer 1 identifiziert, was natürlich auch mit einer Trainerdiskussion verbunden sein wird. Trainer Slomka gilt als erster Kandidat auf eine vorzeitige Entlassung.

Auch die Vorbereitung hat den Fans in und um Hannover nicht gerade für Enthusiasmus gesorgt, und das ist noch positiv ausgedrückt. Abgesehen von einem 30:0 gegen Dollbergen, waren die Auftritte nicht überzeugend. Der negative Höhepunkt: Die Pokalblamage bei der Fußballgroßmacht Elversberg aus der vierten Liga nach Elfmeterschießen. Abgesehen davon, dass den "Roten" damit Beträge zum wirtschaftlichen Überleben in der Bundesliga fehlen, ist der Imageverlust ungleich höher. Und somit ist bei 96 (wieder einmal) schon vor den ersten Partien "Holland in Not".

Die Aktivitäten aus dem Transfermarkt gestalteten sich auch alles andere als einfach. Während während der vergangenen Saison schon feststand, dass die Perspektivspieler Ron-Robert Zieler (Tor), Moritz Stoppelkamp (Mittelfeld) und Lars Stindl (Mittelfeld) schon länger feststanden, zogen sich die Verhandlungen und die anschließenden Verpflichtungen von Emmanuel Pogatetz (Abwehr), Markus Miller (Tor) und Carlitos (Mittelfeld) in die Länge. Erst nach der Blamage im Pokal wurde Mohammed Abdellaoue (Angriff) aus Norwegen geholt. Er soll für die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor sorgen, was nicht schwer fallen dürfte: Denn besser als Mike Hanke und Mikael Forssell wird's alle mal werden.

Ein anderer Stürmer ist derweil in der Versenkung versunken, beziehungsweise dahin versunken worden: Jan Schlaudraff. Nach einer durchaus ansprechenden Vorbereitung waren Coach Slomka und Sportdirektor Schmadtke mit den Trainingsleistungen in der vergangenen Woche angeblich nicht mehr zufrieden gewesen, was zur Folge hat, dass sich Schlaudraff (wenn überhaupt) das Spiel gegen Frankfurt von der Tribüne aus angucken darf. Eine andere Möglichkeit: Schlaudraff soll aussortiert werden und Zeit bekommen, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen.

Fast schon naturgemäß ist der Zwist zwischen Trainer und Manager: Während Slomka sich die schlechten Leistungen in der Vorbereitung auch damit erklärt, dass der Verein ihm nicht seine Wunschspieler geholt hatte, wozu auch Elson vom VfB Stuttgart gehörte. Schmadtke verweist dabei auf die finanziell angespannte Situation des Klubs, die nicht gerade große Sprünge erlauben würde. Beiden Argumentationssträngen ist dabei gemein, dass sie vorgeschoben sind, denn man kann auch aus nicht gerade rosigen Voraussetzungen einiges bewegen, siehe beispielsweise Mainz 05.

Vor dem Saisonauftakt bleiben somit eine Menge Baustellen und mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen. Angesichts des schweren Auftaktprogramms gegen Wolfsburg, Schalke, Leverkusen wäre daher ein Sieg das wünschenswerte Ergebnis gegen di e Eintracht. Damit wäre zum einen wieder etwas Kredit gewonnen, zum anderen wäre auch das Umfeld wieder etwas ruhiger gestellt.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Fromlowitz - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz - Pinto, Schmiedebach - Carlitos, Rausch (Stoppelkamp oder Stindl) - Ya Konan, Abdellaoue


Hannover 96 - VfB Stuttgart Vorbericht

Es war die One-Man-Show des Lionel Messi am vergangenen Mittwoch im Nou Camp. Und der VfB Stuttgart guckte einfach nur zu. Jede andere Mannschaft kann da einfach nur zugucken - und mit der Zunge schnalzen. Denn der beste Fußballer der Welt zeigte nicht nur den Schwaben, dass er diesen Titel zurecht trägt. Es war eine Machtdemonstration allererster Güte. Und sollte bei der heutigen Auslosung zum Viertelfinale der Champions League den Bayern der Titelverteidiger zugelost werden, dann dürfte es auch für den letzten Klub im Pokal der Landesmeister ziemlich schwer werden, die Runde zu überstehen. "Leo Messi spielt wie ein Engel" beschrieb Ronald Reng einmal den Aufstieg des schüchternen Fußballers aus Barcelona für 11-Freunde. Nicht nur das, Leo Messi ist mehr als das, es gibt keine Worte.



Doch was hat das ganze mit Spiel der "Roten" gegen beim VfB zu tun? Kein Messi, kein Ibrahimovic, kein Henry auf dem Platz, stattdessen Niedermeyer, Ya Konan, Celozzi, Durica. Es ist Spiel eins des VfB nach der Demonstration. Sie werden sauer sein, auf Wiedergutmachung aus. Da könnte ein Gegner aus den Abstiegsgefilden der Liga gerade reecht kommen. Doch hier liegt auch die Chance für 96. Denn 96 ist spätestens seit den zurückliegenden Siegen gegen Freiburg und Frankfurt nicht mehr so schwach, wie es die derzeitige Tabellensituation ausdrückt. 96 hat schon seit der unglücklichen Niederlage gegen die Autobauer aus Wolfsburg demonstriert, dass es nicht mehr gewillt ist, Klubs, die ihrern eigenen Erwartungen hinterher hinken als Aufbaugegner zur Verfügung zu stehen.

96 muss auch gegen Stuttgart alles geben, um drei Punkte einzufahren und das werden sie. Dnn nach dem VfB kommt Köln nach Hannover, ebenfalls ein Team, das am Rande der Abstiegszone herumwabert. Und danach, gehts zu den großen Teams: HSV, Leverkusen, Bayern, Schalke. Hier auf Punkte zu hoffen, ist nahezu aussichtlos. Des wegen ist das Spiel gegen den VfB auch so wichtig, denn es könnte ein weiterer Richtungsweiser für den Rest der Saison sein.

Hanno Balitsch ist ein Spieler, dem man die Brisanz dieses Spiels nicht extra noch vor Augen führen muss. Der Kapitän der "Roten" wird nach drei wöchiger Verletzungspause wieder in der Mannschaft stehen und höchstwahrscheinlich an der Seite von "Danish Dynamite" Andreasen auf der Doppelsechs spielen. Damit verbunden ist höchstwahrscheinlich wieder die Systemumstellung. Slomka geht gegen offensivstarke Stuttgarter erstmal auf Nummer sicher, zumal auch 96-Spielmacher Elson aufgrund von Kniebeschwerden mit Sicherheit ausfallen wird. Keine schlechte Idee.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Fromlowitz - Schmiedebach, Durica, Haggui, Schulz - Andreasen, Balitsch - Bruggink, Pinto, Ya Konan - Koné

Hannover 96 - Werder Bremen Vorbericht

Duelle zwischen 96 und Werder sind vor allen Dingen Hassduelle zwischen den beiden Fanlagern ."Alle Bremer stinken, weil sie aus der Weser trinken" sind da noch harmlose Gesänge aus der hannoverschen Nordkurve. Grund dazu hätten die 96er alle mal auf das Team aus dem Vorort an der Weser sauer zu sein. Zuletzt hagelte es deftige Niederlagen in der heimischen AWD-Arena. Unrühmliche 1:5-Niederlagen beispielsweise.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Werder hat unter der Woche 2:1 im Pokal gegen Hoffenheim gewonnen und ist seinem Ruf als Pokalmannschaft wieder gerecht geworden. 96 hingegen hat am letzten Wochenende auch gegen Hoffenheim gespielt, allerdings mit 2:1 verloren. Dennoch war es ein Spiel, das einen Aufwärtstrend für "die Roten" markierte. Erste Anzeichen von im Abstiegskampf geforderten Attributen hatte die Mannschaft da schon an den Tag gelegt. Nicht zuletzt die beiden Neuzugänge Elson und Koné haben dem Team wieder eine Marschrichtung mit auf den Weg gegeben. Die beiden scheine eine Bereicherung zu werden und Koné ist auf dem besten Weg zum Publikumsliebling.

96 hatte im Training unter der Woche weitere Hiobsbotschaften zu verkraften. Jan Rosenthal fällt auf unbestimmte Zeit aus und auch Sofian Chahed droht für das heutige Spiel nicht bereit zu stehen. Für Rosenthal wird Nachwuchsmann Rubic Ghasemi-Nobakht vermutlich in der Startelf stehen und nicht Constant Djakpa, zudem fällt Valdet Rama mit einem Muskelfaserriss ebenfalls aus. Den Platz von Chahed dürfte im Fall der Fälle Sergio Pinto übernehmen.

Die vermutliche Aufstellung: Fromlowitz - Rausch, Durica, Eggimann, Chahed (Pinto) - Schulz, Andreasen - Stajner, Elson, Ghasemi-Nobakht- Koné

1899 Hoffenheim - Hannover 96 Vorbericht

Echte Männerfreundschaften im Fußball sind rar geworden. Wer erinnert sich nicht noch wehmütig an die Bilder als Andi Brehme heulend bei Rudi Völler in den Armen lag und hemmungslos flennte. Kaiserslautern war in einem dramatischen Spiel gegen Leverkusen aus der 1. Liga abgestiegen. Eine solche Männerfreundschaft hatte auch zwischen Ralf Rangnick und 96-Trainer Mirko Slomka bestanden. Hannoveranern sind vor allen Dingen die Bilder des Wiederaufstiegs in Erinnerung geblieben, als Rangnick auf den Schultern von Slomka durchs Stadion getragen wurde. Doch mittlerweile ist diese Freundschaft in die Brüche gegangen, beziehungsweise sie hat sich professionalisiert. Beide sagen, die Gründe dafür seien privater Natur. Doch man kann sich denken, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl um deren gemeinsame Schalker Zeit gehen könnte, an deren Ende Slomka Rangnick abgelöst hatte.

Heute nun treffen beide in der Sinsheimer Arena aufeinander - Rangnick als Coach von Hoffenheim und Slomka als Coach der "Roten". Nach dem Spiel wollen beide einige Sätze miteinander reden, Rangnick fährt nach Hause und Slomka steigt in den Bus der "Roten". Das war's. Doch war's das auch für die "Roten"? Die Beudeutung des Spiels ist mehr als über die vergangene Freundschaft zweier Männer zu philosophieren. Zwei Neue stehen in der Startelf, Elson und Arouna Koné, ihre Plätze dafür müssen Arnold Bruggink, Kapitän außer Form und Mike Hanke räumen. Im defensiven Mittelfeld werden mit großer Wahrscheinlichkeit Neu-Kapitän Christian "Schulle" Schulz und Leon Andreasen ihre Kreise ziehen. Für Andreasen wird es das erste Bundesligaspiel seit mehr als einem halben Jahr sein.

Zudem ist es ein Spiel, indem es für beide Mannschaften um mehr als drei Punkte geht. Hoffenheim ist seit sieben Spielen sieglos, hat im Jahr 2010 noch nicht ins Tor getroffen. 96 ist seit neun Spielen ohne Sieg. Wer heute also verlieren sollte, der muss sich auf noch härtere und stürmischere Zeiten einstellen. Und Slomka könnte zudem seinen Fehlstart perfekt machen. Drei Spiele - null Punkte. Schauen wir, was um 17:20 Uhr passiert ist und ob Slomka und Rangnick dann überhaupt noch miteinander reden.

Die Aufstellung: Fromlowitz - Rausch, Haggui, Eggimann, Chahed (Pinto) - Schulz, Andreasen - Rosenthal, Elson, Stajner - Koné

Hannover 96 - FC Bayern München Vorbericht

"Endlich wieder Sonntag - es geht los" - was in einem Lied vor Spielbeginn immer zum Besten gegeben wird, erfährt an diesem Sonntag kurz vor 17:30 Uhr eine etwas andere Bedeutung: Klar, zum einen dient es auch heute im Saisonhighlight gegen die Bayern zur Einstimmung, zum anderen bedeutet es aber auch einen weiteren Anlauf, nach dem Tod von Publikumsliebling Robert Enke, wieder ein Stück mehr Fußballeralltag in der Landeshauptstadt einziehen zu lassen.

Spiele gegen die Bayern waren immer Saisonhöhepunkte, zu gerne erinneren sich hannoversche Fans noch an das erste Spiel gegen die Münchener nach Wiederaufstieg - 3:3 hieß es damals. Dann der 1:0 Auswärtssieg in der Saison 2006/07 als ein gewisser Ungar namens Huszti den Ball in den Maschen versenkte. Doch all diese Ergebnisse sind nach den Ereignissen rund um das ehemalige Niedersachsenstadion immer noch als eine Art Randerscheinung zu betrachten. Zu groß ist immer noch die Fassungslosigkeit, die Trauer über den Verlust von Publikumsliebling Robert Enke, und dieser Schmerz wird auch über dem ersten Heimspiel nach dessen Freitod am 10.11.2009 immer noch zu greifen sein. Der Ort der kollektiven Trauer, den das Gelände rund um die Awd-Arena darstellt, er wird noch lange als solcher Ort verstanden werden.

Die Mannschaft hat mit dem Spiel gegen Schalke, das vor Wochenfrist mit 0:2 verloren wurde, trotz der Niederlage wieder Fuß gefasst. Einsatz und Laufbereitschaft waren da, es war förmlich zu spüren, dass das Team auch ein Stück weit für Robert gespielt hatte. Lange Zeit war unsere Mannschaft mit den Knappen auf Augenhöhe gewesen, ja sogar überlegen. Die Bayern kommen mit einem immer noch hohen Druck an die Leine. Zwar hat man das Spiel in der Championsleague gegen Maccabi Haifa mit 1:0 gewonnen, doch war auch in diesem Spiel noch längst nicht alles Gold, was glänzt (jaja, 3 Euro ich weiß). Der Rummel um Luca Toni, der am besten vorgstern nach Italien zurück möchte, die Ausfälle von Franck Ribery und Arjen Robben, um nur einige Fakten anzuführen lassen erahnen, dass 96 eine realistische Chance hat, drei Punkte aus diesem Spiel mitzunehmen.

Coach Andreas Bergmann kann heute wieder auf Jan Rosenthal, und aller Voraussicht nach auch wieder Steve Cherundolo zurückgreifen, die ihre Verletzungen und Blessuren auskuriert haben. Obs für die Startelf reichen wird, bleibt abzuwarten.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Fromlowitz - Rausch, C. Schulz, Haggui, Pinto (Cherundolo) - Balitsch - Djakpa, Bruggink, Rosenthal - Ya Konan, Stajner

1. FC Köln - Hannover 96 Vorbericht

Am Samstag gehts zum Karneval. Nein ich habe mich nicht im Datum geirrt, denn es ist noch nicht der 11.11.. Aber dennoch reist die Mannschaft von Hannover 96 in die vermeintliche Hauptstadt des Karnevals, nämlich nach Köln. Die Mission scheint klar: An die gute Leistung aus dem Spiel gegen Stuttgart anknüpfen und wenn möglich auch aus Köln drei Punkte mitnehmen.

Der FC war unter der Woche im DFB-Pokal gegen Eintracht Trier im Einsatz. Genau, das ist die Mannschaft die unsere "Roten" in der ersten Runde des DFB-Pokals rausgekeegelt hat und selbiges auch gegen Bielefeld geschafft hatte. Was sich am Dienstag in Trier abspielte mutete in den Bildern des ZDF eher nach einem lockeren Trainingsspiel der Kölner an. Zu schwach schienen die Trierer auf die so betitelte Schlacht vorbereitet zu sein. Munter kombinierten sich die Kölner durch die Trierer Abwehrreihen und nach Belieben konnten sowohl Novakovic als auch der zu Saisonbeginn zurück gekomme "Prinz Poldi" sich vor des Gegners Tor spielen. Standesgemäß hieß es dann zum Abpfiff 3:0 für die Geißböcke.

Langsam scheint sich die Handschrift von Trainer Svonimir Soldo deutlich zu machen. Aus einer kompakten Defensive heraus gilt es zunächst möglichst lange das 0:0 zu halten und wenn möglich über die überdurchschnittlichen Stürmer zu einem Kontertor zu kommen. Dennoch fällt eines auf: Sollte es für die Kölner mal in einem Spiel länger nicht nach ihren Wünschen laufen, werden sie maulig und gestandene Spieler wie Petit oder Maniche neigen schnell zu unüberlegten Aktionen.

Dies scheint die Chance der 96er zu sein. Möglichst lange das Spiel kontrollieren, die Stürmer schnell an die Kette legen und selbst im Angriff überzeugen. Das Zeug dazu hätten sie alle mal. Mithelfen dabei wird (endlich) auch wieder Mannschaftskapitän Robert Enke, der am Sonnabend wieder die Mannschaft aufs Feld führen wird. Schade für Florian Fromlowitz, denn der Ersatzmann wusste in den vorangegangene Partien als Enke-Ersatz zu überzeugen. Dennoch ist Enkes Platz in der Startelf, wenn er fit ist, nicht gefährdet. Zum Ende der Saison läuft dessen Vertrag allerdings aus und die Spekulationen in den diversen Blogs toben bereits: HSV oder Schalke scheinen im Moment die Favoriten zu sein: Entscheidung voraussichtlich im März oder April des nächsten Jahres.

Erstmal gehts zum Karneval.

Die vermeintliche Aufstellung: Enke - Cherundolo, Haggui, C. Schulz, Djakpa (Rausch) - Balitsch, Sofian Chahed, Bruggink, Rosenthal - Stajner, Ya Konan.

Hannover 96 - SC Freiburg Vorbericht

96 ist zur grauen Maus verkommen. Irgendwo im Niemandsland der Bundesliga dümpeln die Roten herum, immer allerdings mit dem Blick in Richtung Abstiegsplätze, derzeit auf Tabellenplatz 14. Da wird das Spiel gegen den Sportclub aus Freiburg zur ernsthaften Standortbestimmung und der Druck auf Trainer und Mannschaft wächst. Denn gegen ein Team auf Augenhöhe zu spielen - und das ist für mich der SC - bedeutet immer auch zu sehen, wohin es geht in den folgenden Spielen der Saison. Sicherlich haben wir grad erst den 8. Spieltag der Saison, nichts desto trotz könnte es bei einer Niederlage heute gegen den SC durchaus ein ungemütlicher Herbst werden. 96 hat sich widermal in punkto öffentlicher Darstellung ins eigene Fleisch gehauen, die ersten Kritiker in den Foren sind da wieder mal - wie es immer in Hannover ist - schnell bei der Sache.

Gegen den Sportclub kann Bergmann wieder mal nicht aus dem Vollen schöpfen. Die Verletztenliste ist nach wie vor lang: Enke, Eggimann, Vinicius, Schlaudraff, Hanke, Forssell um nur eine Auswahl zu nennen, stehen dem Coach nicht zur Verfügung, Sergio Pinto ist wieder im Aufbautraining, steht heute aber noch nicht wieder im Kader. Jan Rosentahl dürfte allerdings für den in den vorangegagngen enttäuschenden Sofian Chahed ins Team rücken. Von ihm erhoffen sich die Verantwortlichen und die Fans mehr Durchschlagskraft in der Offensive, wo zuletzt außer Didier Ya Konan nicht viel los war. Jiri Stajner, Kultstürmer seines Zeichens, hat in den letzten Spielen nur enttäuscht, mangels Alternativen wird er allerdings wieder von Beginn an spielen, ebenso wie Konstantin Rausch, dem man allerdings angesichts des Alters keine Vorwürfe zu machen braucht.

Eine Neuverpflichtung hat das Team abseits des Spielfeldes allerdings getätigt, das "Unterhaltungsprogramm" während des Spiels wird ab dem Heimspiel gegen die BAyern von NDR 2 und dem künftigen Stadionsprecher Stefan Kuna übernommen. Angesichts der Tatsache, dass der jetztige Stadionsprecher Frank Rasche von Hitradio Antenne nicht einmal die Aufstellung auswendig kann, eine vernünftige Entscheidung.

Die vorraussichtliche ufstellung: Fromlowitz - Rausch, Haggui, C. Schulz, Cherundolo - Balitsch - Djakpa, Bruggink, Rosenthal (Sofian Chahed) - Ya Konan, Stajner

Hannover 96 - TSG Hoffenheim Vorbericht

In Hannover scheint sich nach dem Sieg gegen Nürnberg ein neues Gefühl von Leichtigkeit breit zu machen. Der durchaus souverän herausgespielte Dreier, bei dem Jiri Stajner endgültig zum Genie mutierte, hat für Aufbruchstimmung und Lockerheit gesorgt - auf und abseits des Fußballplatzes. Beim Training wird geflachst, rumgealbert und neue Trainingsformen werden an den Mann gebracht. Auch in der Stadt selbst sieht man an vielen Ecken das neue 96 - Gefühl: Da sitzen Robert Enke und Hanno Balitsch nach der Vormittagseinheit schon mal gemütlich im Mövenpick am Kröpcke und fachsimpeln mit den Gästen oder die 96 - Fahnen einer Kneipe an der Marienstraße wehen einfach aufrechter im Wind. Überall scheint sich neue Energie freigesetzt zu haben.

Einer der dafür maßgeblich verantwortlich zu sein scheint ist (Übergangs-)Coach Andreas Bergmann. Während er vor dem Spiel gegen Nürnberg nur wenig Möglichkeiten hatte, die Mannschaft nach seinen Prinzipien einzustellen, wird das Spiel gegen Hoffenheim zur ersten und hoffentlich nicht letzten Bewährungsprobe für den charismatischen Bergmann. Es ist zu erwarten, dass die Mannschaft die Leistung aus Nürnberg mindestens konservieren kann, wenn nicht sogar noch ausbauen kann. Bergmanns Handschrift war bereits ansatzweise in Nürnberg zu erkennen, indem er die linke Seite umgestellt hatte und Constant Djakpa ins Mittelfeld beordert hatte und Kocka Rausch hinten absicherte.

Die Jungen scheinen bei Bergmann ohnehin nicht zuletzt dank seiner Tätigkeit als U23 - Coach deutlich an Kredit dazu gewonnen zu haben. Neben Rausch werden gegen Hoffenheim Jaroslaw Lindner und Hendrik Hahne zumindest die Ersatzbank hüten. Mike Hanke kann sich dank einer Verletzung derweil auf dem Sofa zu Hause entspannen und nachdenken, ob der Trainerwechsel für ihn gut oder schlecht war. Wenn die Mannschaft ähnlich stark wie gegen Nürnberg auftritt und die Hoffenheimer weiterhin ihre Torchancen so grandios ungenutzt lassen wie in den ersten Spielen, dann scheint eine realistische Chance auf einen Dreier zu bestehen.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Rausch, C. Schulz, Haggui, Cherundolo - Balitsch, Bruggink, Djakpa, Rama - Stajner, Ya Konan

1. FC Nürnberg - Hannover 96, Vorbericht

War das eine Woche als Fan von Hannover 96. Da war alles mit dabei: Trennungsschmerz, Erlösung von alten Lasten, Neuanfang, Aufbruchstimmung. Und irgendwie auch Angst vor dem was kommen mag. Doch der Reihe nach: Noch nach dem Spiel gegen Mainz betonten Klubführung und Trainer Dieter Hecking ihren Willen, mit der Mannschaft weiter zu arbeiten und die Saison positiv zu gestalten. Gemeinsam wollten 96 - Chef Martin Kind, Sportdirektor Jörg Schmadtke und Hecking in einer konspirativen Sitzung am Mittwoch über die Zukunft des Vereins sprechen. Doch dann platzte die Bombe: Hecking bot seinen Rücktritt an, den Kind und Schmadtke dann auch annahmen. Als Nachfolger wurde zunächst für (mindestens) zwei Spiele U23 - Coach Andreas Bergmann bestimmt und es ist nicht ausgeschlossen, dass Bergmann die Trainerbank länger hüten wird, als für die Spiele gegen Nürnberg und Hoffenheim - wenn die Ergebnisse stimmen.

Derweil gestaltet sich die Suche nach einem Nachfolger - wie immer - schwierig. Neben den üblichen Verdächtigen macht heute die Bild - Zeitung eine unglaubliche Feststellung, die wenn sie eintrefen sollte, mich zum Kündigen meiner Dauerkarte treiben wird, nämlich: Kind hat angeblich Lothar Matthäus ganz oben auf der Liste. Ein Name, der vielen Fans wohl den Angstschweiß auf die Stirn treiben würde. Aber bekanntlich wird ja nix so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Doch nun gilt es zunächst einmal, sich auf das Spiel gegen Nürnberg zu konzentrieren. Bergmann will eine neue Leichtigkeit und Aufbruchstimmung verbreiten. Das hätte jeder ander auch propagiert. Bergmann ist ein Kumpeltyp, kann aber auch knallhart sein. So wie er das Training bei den Amateuren gestaltet, könnte man ihn - ähnlich wie Hecking - als akribischen Arbeiter beschrieben, der die Mischung - anders als Hecking - zwischen Disziplin und Leichtigkeit zu finden scheint. Erste Änderungen im Kader lassen sich bereits erkennen: Bergmann nominierte Nachwuschstürmer Jaroslaw Lindner für die heutige Partie im Easy - Credit - Stadion. Für den gegen Mainz enttäuschenden Krzynowek könnte Valdet Rama zu seinem Debüt in der Startelf kommen, Mike Hanke ersetzt den verletzten Mikael Forssell. Hinten rechts wird wohl Manuel Schiedebach wieder den Vorzug vor US - Steven Cherundolo erhalten.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Djakpa, Haggui, Schulz, Schmiedebach (Cherundolo) - Balitsch, Rama, Bruggink, Stajner - Ya Konan, Hanke




Hannover 96 - Mainz 05 Vorbericht

Nach der ersten Niederlage ist bekanntlich vor dem nächsten Spiel. Zum ersten Heimspiel der Saison wird am morgigen Sonnabend der Karnevalsklub Mainz 05 in der Awd-Arena erwartet. Wie stehts da mit den Chancen der "roten Riesen" aus der Landeshauptsstadt? Nach dem ganzen Wchseltheater um den angeblich verloren Sohn Jan Simak und dem spektakulären Transfer von Didier Konan Ya aus Norwegen bedeutet das Spiel gegen Mainz ein erstes ernst zu nehmendes Indiz für die Elf von Trainer Dieter Hecking. Denn abgesehen von der noch ausstehenden Verpflichtung eines erstligatauglichen Rechtsverteidigers wird am Sonnabend die Elf auf dem Platz stehen, die die Saison über zusammen spielen wird.

Das Spiel gegen Hertha (0:1) war in dieser Hinsicht bereits ein erstes Indiz. Positive Überraschungen wie etwa der Einsatz von Neuzugang Constant Djakpa wechselten sich mit altbewährten Enttäuschungen (Forssell, Bruggink) ab. Und so erwartet den geneigten Zuschauer womöglich auch morgen mal wieder mehr Schatten als Licht. Dieter Hecking muss Jan Rosenthal, der sich im gestrigen Training einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, ersetzen. Und somit steigen die Chancen auf einen Einsatz von Didier Konan Ya nach fünf Tagen in Hannover gleich in der Startaufstellung an der Seite von Mikael Forssell zum Einsatz zu kommen. Stajner würde für ihn auf die Mittelfeldposition wechseln.

Wie auch immer, meiner Meinung nach läuft die (Schon-)Zeit für Dieter Hecking immer noch langsam. Sollte aus den ersten drei Spielen kein Sieg mitgenommen werden, dürfte der Wind ihm noch mehr ins Gesicht wehen, als dies jetzt ohnehin schon der Fall ist.

Bielefeld - 96 Vorbericht

Mit Anstand und Würde aus dieser verkorksten Sais0n verabschieden, das ist der Wunsch vieler 96 - Fans, die an diesem Sonnabend mit nach Bielefeld fahren oder sich das Spiel von "Heckings Losern" - wie die "Roten" in den einschlägigen Foren des Vereins genannt werden - vor dem Fernseher ansehen. Es wäre zumindest eine kleine Entschädigung, die die Mannschaft gegenüber ihren Fans mehr als einmal schuldig geblieben ist. Doch genügt das, um die schlechte Saison, in der oftmals Angsthasenfußball und Konzeptlosigkeit nicht nur im Spiel nach vorne vorgeherrscht hatte, wenigstens etwas vergessen zu machen?

Meine Antwort lautet Nein! Die Karten müssen nach dem Spiel gegen Bielefeld auf den Tisch, Klubchef Martin Kind nennt so etwas kühl "Fehleranalyse". Davon dürfte Heckings Zukunft abhängen, denn gelingt es Hecking, Auswege aus der Krise aufzuziegen, so dürfte er noch eine Chance für die neue Saison haben. Fakt ist aber auch, dass Hecking keinen Zugang mehr zu den Führungsspielern zu haben scheint - siehe Tarnat und Balitsch. Fakt ist auch, dass Hecking es nicht geschafft hat, aus einer Ansammlung vieler Einzelspieler, die mit großem Potenzial vor der Saison ausgestattet wurden, eine Mannschaft zu machen. Schlaudraff, Eggimann, Forssell oder auch die jungen Spieler wie Krebs, Balogun, Sal Zizzo oder Yankov sie alle sind entweder auf der Stelle geblieben oder - wie im Falle der Ersteren - doch deutlich ihrer Form hinterher gelaufen. Das muss sich Hecking ankreiden lassen.

Die Fans jedenfalls haben klar Position bezogen: "Meiner Meinung nach hat Hecking resigniert" schreibt zum Beispiel fachwerk. Und El Filigrano meint dazu: "Dieter, bitte, lass es gut sein. Mach' den Funkel, soviel Stil muss sein. Nimm Deinen Hut, alles Gute und Tschüss. Ehe es ganz und gar peinlich wird." Solche Kommentare sind im Forum in der Überhand, und dafür haben sie vor allen Dingen in letzter Zeit allerhand gute Gründe gehabt. Es bleibt den Verantwortlichen zu wünschen, dass sie nicht mit Hecking in den Untergang gehen werden und erkennen, dass dieser Trainer nur noch schwer gegenüber den Fans zu vermitteln sein wird.

Das Spiel gegen die Arminia jedenfalls gerät dabei jedenfalls zur Nebensache, auch wenn es für die Arminia um nichts weniger als den Abstieg in die Zweitklassigkeit geht.

Die vermeintliche Aufstellung: Enke - Pinto (Herrmann), Eggimann, C. Schulz (Vinicius), Rausch - B. Schulz, Lala (Pinto) - Stajner, Bruggink, Krzynowek - Forssell



Karlsruher SC - Hannover 96 Vorbericht

Das Spiel am vergangenen Sonnabend war eine gefühlte Niederlage für die Roten". Zu behebig, zu lethargisch besonders nach dem großartigen 1:0 durch Holland-Bomber Arnold Bruggink (9. Minute). Es grenzte an Arbeitsverweigerung zumindest bei einem Teil der Mannschaft, was den Fans danach geboten wurde. Dabei hätte die Truppe grad nach den unsäglichen Diskussionen über höhere Ticketpreise in der letzten Woche einen überzeugenden Auftritt durchaus gebrauchen können, doch keine Spur von Wiedergutmachung. Die Fans zollten es auf ihre Art, keine Stimmung im Stadion ist eben doch auch Stimmung.

Andreas Brehme hat mal einen glorreichen Satz gesagt, der im Moment wie kaum etwas Anderes auf die Leistung von Mikael Forssell zutreffend ist: "Haste scheiße am Fuß, haste scheiße am Fuß!" Egal was der Finne auch anpackt, es ist zumindest am vergangenen Sonnabend immer das Falsche gewesen oder es ging nicht gut. Das Schlimmste was man einem Schüler ins Zeugnis schreiben kann, ist auch das was man Forssell vorhalten muss: Er hat sich stets redlich bemüht.

Chance zur Wiedergutmachung hat die Elf am heutigen Dienstag (Anpfiff 20 Uhr) im Karlsruher wildpark. Mit einem Sieg könnte sie das schlechteste Team in Sachen Torausbeute endgültig in Richtung Zweitklassigkeit schicken. Trainer Dieter Hecking wird wohl wieder der Elf eine Chance geben, die auch gegen die Eintracht begonnen hat. Jiri Stajner steht nach auskurierter Verletzung wieder im Kader.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Pinto, Eggimann, C. Schulz, Rausch - Balitsch, B. Schulz - Schlaudraff (Stajner), Bruggink, Krzynowek - Forssell

P.S.: An die Kollegen des Boulevards: Was soll eigentlich immer dieser scheiße, dem Balitsch irgendwie Meuterei gegenüber dem Trainer zu unterstellen, seid doch froh, dass einer mal die Fresse aufmacht! So, schönen Dienstag.

Hannover 96 - Eintracht Frankfurt Vorbericht



Das sind sie, die Objekte der Kontroverse, die im Moment in und um den Bundesliga-Klub Hannover 96 toben: Die Dauerkarten, die auch, wie bei mir, für die Nordkurve in der neuen Saison teurer werden, um bis 25 Prozent des Vorjahrespreises. Vor allen Dingen bie den hart gesottenen Fans hat die Erhöhung für erheblich Unmut gesorgt, stehen sie doch im krassen Missverhältnis zur sportlichen Leistung der Mannschaft. Auch die Transferpolitik kreidet man den Kluboberen an: Klubchef Martin Kind hatte die Erhöhung vor allen Dingen, wegen steigender Bezugskosten von Energie, Verpflegung der Besucher und der gestiegenen Kosten des Wachdienstes begründet. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man jedoch, dass vor allen Dingen der Transfer von Mike Hanke und Leon Andreasen ein großes Loch in die Klubkasse gerissen haben könnte. Vor allen Dingen Hanke ist dabei schon länger in der Kritik, wie auch hier zu lesen ist.

Die Preiserhöhung mag aus wirtschaftlicher Sicht unabdingbar sein. Doch vor allen Dingen den "kleinen Mann" stößt man dabei vor den Kopf. Vater - Sohn - Tickets teurer, Stehplatz teurer, wo soll das Geld denn herkommen. Berühmt ist Hoeneß Rede über die Ticketpreise in der Südkurve der Allianz-Arena geworden. Hier wurden die Bayern-Fans von der Preiserhöhung nicht getroffen, stattdessen war den Gut- und Bestverdienern in den Logen die Mehrkosten auf die Augen gedrückt worden. Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Zwar langt auch Hannover hier hin, doch wenn es darum geht, die Fans des Vereins dauerhaft an sich binden will, dann kann und darf man es sich nicht erlauben, diese durch schwache Leistungen und dadurch grotesk anmutende Preiserhöhungen zu verprellen.

Das Spiel gegen Frankfurt, in dem es eigentlich für beide Mannschaften eigentlich um nichts mehr geht, wird da zu einer Art Tanz auf der Rasierklinge. Denn die 96-Fans wissen ganz genau, wann sich die Mannschaft reinhängt und somit auch Werbung in eigener Sache macht. Sollte das nicht der Fall sein, dann schlägt die Stimmung im weiten Rund der Awd-Arena schnell ins Gegenteil um. Verständlich, die Brisanz vom Samstag könnte in einer fatalen Mischung liegen: Auf der einen Seite die sportliche Leistung des Teams beurteilen, auf der anderen Seite aber den Unmut über die Preiserhöhungen verdauen.

Die am Donnerstag bekanntgegebene Verpflichtung des neuen Sportdirektors Jörg Schmadtke gerät angesichts der Querelen derzeit zur Nebensache. Schmadtke jedenfalls scheint das egal zu sein, er erhält einen Vertrag bis zum 29. Februar 2012 und soll mit Trainer Dieter Hecking, mit dem er bereits in Aachen maßgeblich am Bundesliga-Aufstieg der Alemmania mitwirkte, die "Roten" für die Zukunft wettbewerbsfähig machen.

Einen ersten Eindruck über die Mannschaft, die Hecking und Schmadtke dabei unterstützen soll, kann sich der ehemalige Torwart bereits an diesem Sonnabend verschaffen. Nicht mitwirken werden dabei die verletzten bzw. kranken Jiri "the god" Stajner und Mike Hanke. Auch Leon Andreasen ist angeschlagen. Für sie könnten Jan Schlaudraff, Basti Schulz und Mikael Forssell in die Anfangself rücken. Not macht eben erfinderisch, nicht nur bei der derzeitigen Lazarettliste der "Roten". Erfindungen sind nichts desto torz aber nicht per se schlecht, und wenn aus diesen Erfindungen ein gutes Resultat in Form eines Sieges springen würde, wären auch die Fans in der Nordkurve wieder ein Stück weit versöhnt.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Pinto, Eggimann, C. Schulz, Rausch - Balitsch, B. Schulz, Bruggink, Krzynowek, Schlaudraff - Forssell.

Gottvater persönlich bleibt in Hannover bis 2011

Nennt es Wahnsinn, nennt es Genie, nennt es Verrücktheit - ich nenne es Jiri Stajner. Seit mittlerweile fünf Jahren dreht der Tscheche in Hannover seine Runden. Spätestens seit seinem Treffer gegen Mönchengladbach in der Saison 2003 ist er bei Fans und Verantwortlichen nicht mehr weg zu denken. Man sagt ihm nach, nicht nur diesen Treffer habe er an den hannoverschen Bars und Tresen mehr gefeiert als seine Einsätze im Training. Sein Landsmann Jan Simak und de damals noch in Hannover ansässige Jiri Kaufmann werden ihr Übriges dazu getan haben, wer will es ihnen verdenken, denn auch die beiden anderen Tschechen waren Kult in Hannover. Simak ist mittlerweile in Stuttgart gelandet, Kaufman dümpelt in den Niederungen des Fußballs herum.

Und nun bleibt Stajner bis 2011 in Hannover. Alles schien ziemlich schnell zu gehen in der Filiale von Präsident Martin Kind, obwohl oder vielleicht gerade weil Stajner- und Simak-Berater Christoph Leutrum mit an Bord war. Der war nach der gescheiterten Rückholaktion von Simak vor Saisonfrist zur Person non grata erklärt worden. Die Bezüge Stajners bleiben gleich, ungefähr bei 800.000 Euro pro Saison, bei entsprechend vielen Einsätzen wird es mehr werden.

Kleine randnotiz: Der Lieblingsgegner Stajners ist überigens der kommende Gegner von morgen: Der "große" HSV - gegen keinen anderen Bundesligisten trifft der Kultspieler der "Roten" häufiger. Dann wird es auch was mit dem ersten Auswärtssieg - und ich bin mit dabei.

1899 Hoffenheim - 96, Vorbericht

Es könnte das Spiel des Altin Lala werden, wenn es gegen Herbstmeister Hoffenheim geht. Altin Lala? Ach ja, da war ja was: In der letzten Saison ging es gegen die Bayern aus München ebenfalls auf fremden Platz. Lala hatte nur eine einzige Aufgabe: Franck Ribery an die Kette zu legen. Das machte er ausgezeichnet. So ausgezeichnet, dass sich Bayern-Manager Uli Hoeneß hinterher lautstark über Lala beschwerte und besonderen Schutz für die Spielgestalter à la Ribery, Diego und Co. von Seiten der Schiedsrichter forderte.

Nun kommt Hoffenheim, der Ribery, oder müsste man sagen die Riberys, in deren Reihen heißen Carlos Eduardo und Sehad Salihovic. Zudem sind sie nicht nur auf den Außenbahnen mit Tobias Weiß und Andreas Ibertsberger gut und vor allen Dingen spielstark besetzt. Lala wäre also voll in seinem Element. Er könnte damit zudem auch zeigen, dass diese Mannschaft ein gesicht hat und wieder lebt. Zudem könnte sie heute zeigen, dass sie auch für den Trainer spielt. Was die haz in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, erinnert nämlich doch schon stark an Polemik, beziehungsweise ist fern von jedem objektivem Fußballsachverstand.

Dieter Hecking musste jedenfalls vor dem heutigen Spiel wieder gehörig umstellen, vor allen Dingen die Rumpelabwehr bleibt Baustelle. angesichts des letzten Spiels gegen Dortmund aber fällt das nicht mehr ins Gewicht. Heute dürfen sich dort mal wieder Aario Eggimann auf der einen Seite und Defensivallrounder Leon Andreasen sowie Kocka Rausch auf links versuchen, viel mehr falsch machen als Frank Fahrenhorst, Christian Schulz und Michael Tarnat, dessen Zeit sowieso abgelaufen ist, können sie allerdings auch nicht mehr. Den Platz von Andreasen wird entweder Lala oder Bastian Schulz einnehmen. Zeigen wirs Hoffenheim!!!

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Pinto, Eggimann, Andreasen, Rausch - Balitsch, B. Schulz (Lala) - Rosenthal (Krzynowek), Bruggink, Stajner - Forssell

96 - Borussia Dortmund Vorbericht

Vergessen wir das Spiel in der Münchener Allianz - Arena vom vergangenen Sonnabend, vergessen die erbärmliche Leistungen der Angsthasen aus Hannover, 5:1 für die Münchener, die "Roten" an die Wand gespielt, regelrecht auseinander genommen. angesichts der eklatanten Auswärtsschwäche von 96 war das voruaas zu sehen, dazu kamen individuelle Kapriolen, bisweilen unerklärliche Gefahren(-horst)herden. In München kann man verlieren, die Punkten waren ohnehin nicht eingeplant.

Heute kommt die Borussia aus Dortmund. Bis dato noch kein Sieg in der Rückrunde, offensiv ebenso harmlos wie 96, ein bisschen ist es das Duell der Verlierermannschaften in der laufenden Saison, denn von der Verpflichtung des ehemaligen Fernsehbundestrainers Jürgen Klopp haben sich die verantwortlichen, das Umfeld und die Fans wohl etwas mehr versprochen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Borussie die Unentschiedenkönige der Liga sind.

Die Fans der "Roten" jedenfalls können und müssen hoffen, und diese ist durchaus berechtigt, dass es am heutigen Sonnabend ab 15.30 Uhr ein zweites Leverkusen gibt, wie es sich vor zwei Wochen zugetragen hat. Dort ist 96 nach einer rund halben Stunde nach einem sehenswerten Angriff durch ein Tor von Jan Arnold Bruggink in Führung gegangen. Was danach passierte im weiten Rund des Niedersachsenstadions passierte, war großer Sport: 96 kämpfte, rackerte, grätschte, gab sich nie geschlagen. Spannung bis zum Schluss. Das wollen die Fans heute auch erwarten.

Dazu beitragen wird eine wieder mal umgestellte Elf, denn die erst vor kurzem genesenen Steven Cherundolo und Jan Schlaudraff fallen erneut verletzungsbedingt aus. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit ersetzt durch Sergio Pinto und den mit neuen Schuhen (rot statt grün) auflaufenden Mikael Forssell. Im Kader steht nach ebenfalls langer Zeit Altin Lala. Am Donnerstag im Training hatte Coach Hecking eine andere Formation getestet: Leon Andreasen nach hinten rechts gezogen für ihn kam Basti Schulz auf der defensiven Mittelfeldposition zum Einsatz. Überraschungen sind also programmiert, hoffen wir das Beste.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Pinto (Andreasen), Fahrenhorst, C. Schulz, Tarnat (Rausch) - Balitsch, Andreasen (B. Schulz) - Krzynowek, Bruggink, Stajner - Forssell

Bayern München - 96 Vorbericht

Da saßen sie nun die Kloses, Riberys, van Bommels, Lucios und Rensings dieses Starensembles aus München und guckten dumm aus der Wäsche nach diesem denkwürdigen Spiel gegen Lerverkusen, das mit 2:4 aus Sicht der Bayern auch verdient verloren wurde. Denn in der ersten Halbzeit lief nix zusammen, schon allein die Taktik war total unverständlich. Klose als Alleinunterhalter vorne, Standfußballer Borowski auf der 10er-Position und Ottl als zweiten zusätzlichen Sechser neben Kapitän van Bommel. Es war eine Frechheit, was die Spieler in der ersten HAlbzeit boten, immer einen Schritt zu langsam, nicht in die Zweikämpfe kommend, Bälle kommen nicht an und normalerweise Weltklasseverteidiger rutschen reihenweise weg, Na ja, wohl die Schuhe ohne Stollen angezogen, Herr Demichelis.

Die Krise der Bayern kommt einem dabei irgendwie bekannt vor, denn so wie die Bayern im Moment standen die "Roten" von Hannover 96 zu Anfang dieser Saison neben sich. AJetzt könnte man argumentieren, dass man den letzten Gegner, der die Klinsmann-Elf am Mittwoch teilweise an die Wand gespielt hat, ja aus der heimischen AWD-Arena gefegt hat und man deshalb ja auch gegen die Bayern aus München gewinnen müsse. Doch eine blödere Argumentationskette gibt es aus hannoverscher Sicht nicht. Man braucht nur an den Auswärtsfluch zu erinnern.

Alles andere als ein gutes Unentschieden in München wäre eine kleine Sensation, doch Sensationen gab es am vergangenen Wochenende auch in Hannover als man Leverkusen mit 1:0 wieder zurück in den Westen schickte. Lassen wir uns überraschen. Trainer Dieter Hecking hat allen Grund der Mannschaft zu vertrauen, die am letzten Samstag begonnen hatte. Jetzt gilt es, vielleicht auch mal durch eine Sensation eine Serie zu starten, um mit dem Abstiegskampf definitiv nichts mehr zu tun zu haben.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Cherundolo, Fahrenhorst, C. Schulz, Tarnat - Balitsch, Andreasen - Stajner, Bruggink, Krzynowek - Schlaudraff

96 - Bayer Leverkusen Vorbericht

Man hat es derzeit wahrlich nicht leicht als Anhänger der "Roten". Unentwegte Diskussionen um den Trainer, die richtige Taktik, noch dazu eine durchaus abenteuerliche Medien-Kampagne zu angeblichen Wechselgerüchten um Torwart, Kapitän und Publikumsliebling Robert Enke. Und ausgerechnet jetzt kommt die Werks-Elf aus Leverkusen, na Prost-Mahlzeit, es hat schon einfachere Spiele gegeben.

Doch wie dem auch immer sei: Es ist an dieser Stelle nicht Zeit und Rau,m sich über die Spieltagsansetzungen zu echauffieren (Bayern, Dortmund, Hoffenheim, Werder und Hertha sind die nächsten Gegner). Es gilt, das Beste aus der Situation zu machen, und da können die Apelle von Coach Dieter Hecking (der übrigens ganz eindeutig der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist) nicht oft genug wiederholt werden. "Die Mannschaft muss geschlossen stehen, Jeder muss für den Anderen da sein und die Fehler ausbügeln. Sie muss kratzen beißen, das was jetzt gefordert ist im Abstiegskampf."

Und das soll gegen Leverkusen gehen, eine Mannschaft deren Potenzial in einer unglaublichen Offensive liegt: Stephan Kießling, Patrick Helmes, Renato Augusto, Tranquillo Barnetta und der von den Bayern ausgeliehene Toni Kross lassen grüßen. Rumpel-Abwehr trifft Super-Sturm. Und vorne? Mikael Forssell hat nach seinem enttäuschenden Auftreten im Gladbacher Nordpark einiges gut zu machen, ihm zur Seite stehen wird höchstwahrscheinlich Jan Schlaudraff, der entweder als zweite Spitze oder zentral hinter Forssell spielen wird. Dafür müsste der fliegende Holländer Arnold Bruggink Platz machen, macht aber nix, denn aufgefallen ist der auch nicht groß. Unklar ist auch ob Steven Cherundolo nach überstandener Verletzung schon soweit ist, um von Anfang an zu spielen. Da Sergio Pinto gesperrt ist, wird es hier wohl auf eine Notlösung hinauslaufen, denn weder Hanno Balitsch noch Leon Andreasen sind hinten rechts allzu gut aufgehoben, aber warum denn auch mal nicht etwas ausprobieren, Kocka Rausch ist ja auch noch da, und das der es hinten kann, wissen wir.

Wir haben keine Chance, also nutzen wir Sie!!!!!!!!!!!!

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Cherundolo (Balitsch), C. Schulz, Fahrenhorst , Tarnat - Andreasen, Balitsch (B. Schulz) - Stajner, Schlaudraff (Bruggink), Krzynowek - Forssell



96 - Stuttgart Vorbericht



Liebe Leser,
leider schaffe ich es vor dem morgigen Anpfiff des Spiels der "Roten" gegen Stuttgart nicht, einen Vorbericht zu schreiben. Dennoch: 3 Punkte sind Pflicht, sonst sieht es ganz ganz düster aus.

An dieser Stelle daher nur die wahrscheinliche Aufstellung:

Enke - Pinto, Fahrenhorst, Eggimann, Tarnat - Balitsch, C. Schulz, Krzynowek, Bruggink (Rosenthal) - Hanke, Forsell (Stajner)



Foto: Mahlke

Cottbus - Hannover Vorbericht

Es hatte etwas von Einigkeit und Zusammenhalt diese Trainingsübung, die Dieter Hecking an diesem Freitag auf der Mehrkampfanlage praktizieren ließ. Da standen sie alle in einem kreis an den Händen und spielten sich die Bälle über kurze Strecken zu. Dumm nur, wenn einer der beiden Spieler in der Mitte den Ball vor die Füße bekommt und ihn berührt. Doch keine Spur von Missmut unter den Übungswilligen. Es wird gelacht, gescherzt überhaupt herrscht gute Laune wohin man schaut. Auf der anderen Seite des Übungsplatzes schießt Robert Enke den wieder für ein Punktspiel bereitstehenden Florian Fromlowitz warm, Jörg Sievers spendet Aufmunterung und Beifall.


Wenn man diese Eindrücke alle so sammelt, dann scheint es für das Auswährtsspiel am kommenden Sonntag bei Energie Cottbus (17.00 Uhr) nur eine Maxime zu geben: Gewinnen über die mannschaftliche Geschlossenheit. Auch die Neuen scheinen sich gut in das Mannschaftsgefüge eingeordnet zu haben. Die Chancen, dass sie am Sonntag im Stadion der Freundschaft in der ersten Elf auflaufen werden, stehen nicht schlecht. Zumindest der 32-jährige Pole dürfte seinen Platz auf der linken Außenbahn nach dem Weggang von Szabolcz Huszti sicher haben. Auch Andereasens Aussichten stehen nicht schlecht, denn Hanno Balitsch ist mit einer Grippe immer noch außer Gefecht gesetzt.

Dieter Hecking jedenfalls lässt sich jedenfalls noch nicht in die Karten schauen. Müssisch, ja stoisch, steht er an der Seite und beobachtet die Leistungen und den Einsatz seiner Jungs während der Übungseinheiten. Es ist die Haltung eines Trainers, der zu wissen scheint, dass die Mannschaft es kann, dass sie nach dem guten Rückrundenauftakt mit dem Heimsieg gegen Schalke endlich auf dem richtigen Weg in die obere Tabellenhälfte zu sein scheint. Hecking weiß das und sollte es nicht so laufen, sitzt er nach den Auseinandersetzungen mit Ex-Sportdirektor Hochstätter fester im Sattel denn je.



Wie dem auch sei, am Sonntag gegen Cottbus, den ewig genannten Abstiegskandidaten Nummer 1, zugleich aber auch Phänomen an Beständigkeit, gilt es die Harmonie vom Trainingsbetrieb auf den grünen Rasen zu bringen und den nächsten Dreier einzufahren.

Die wahrscheinliche Aufstellung: Enke - Pinto, Fahrenhorst, Eggimann, Rausch - Andreasen, C. Schulz, Rosenthal, Krzynowek - Stajner, Hanke


Fotos: Mahlke (2)