Posts mit dem Label Spielerkritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spielerkritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

HSV - 96 Die Noten

Robert Enke: an den beiden gegentoren war der Nationaltorhüter machtlos, rettete mehrmals noch mit Glanztaten in höchster Not, war auch als Kapitän gefordert, als er mit seinen Vorderleuten in der 2. Halbzeit meckerte. Und das vollkommen zu recht. Note 2

Sergio Pinto: Ein Ärgernis. Stand bei beiden gegentoren im Mittelpunkt und war dabei an Passivität und Unzulänglichkeit nicht zu überbieten, schade, dass es keinene wieteren Rechtsverteidiger mehr im Kader gibt. So geht es nicht. Note 6

Mario Eggimann und Christian Schulz: Beide Innenverteidiger kamen mit den beiden Hamburge Angreifern Mladen Petric und Paulo Guerrero weitestgehend nicht zurecht, waren gednklich immer einen Schritt zu langsam,was man vor allen Dingen beim 2:0 durch Petric auch an Eggimann festmachen kann, auch das Stellungsspiel von Schulle Schulz nach langen Bällen ist und bleibt verbesserungswürdig. Note 4

Konstantin Rausch: Ging mit Adduktorenproblemen in die Partie, hatte wiederholt wie schon gegen Hertha Probleme einen guten Start hin zu bekommen. Finf sich danach allerdings, ohne dabei wirklich aufzufallen. Note 4

Leon Andreasen: Kam überhaupt nicht ins Spiel was vielleicht auch an seiner nicht ganz auskurierten Grippe lag, muss sich dennoch steigern. Note 5

Hanno Balitsch: wieder mal Vorbild an Einsatz und Kampfbereitschaft, dennoch sprang auch bei ihm nichts nennenswertes raus, bzw. in der zweiten Hälfte war auch von ihm nichts mehr zu sehen. Note: 3

Arnold Bruggink: Als Führungsspieler muss auch von ihm mehr kommen, zu oft untergetaucht, er trat nur ein einziges Mal in Erscheinung als er Guy Demel den Ball an die Hand schoss und es erstaunlichweise Elfmeter gab. Note: 5

Jiri Stajner: Die Vertragsverlängerung hat ihm keinen Aufwind gegeben. Mal wieder eine schwache Leistung des Kultspielers. Hatte allerings Marcel Jansen gegen sich. Note: 5

Gaétan Krebs: Der Franzose stand nach langer Zeit wieder in der ersten Elf, hätte in der 3. Minute das 1:1 machen müssen, schoss allerdings in den Hamburger Oberrang. Ansonsten gilt: mit 1,65 m fehlt die körperliche Robustheit um in der Bundesliga bestehen zu können. Note: 5

Mike Hanke: ihm fehlten die Anspiele aus dem Mittlfeld bzw. über die Außenbahnen, versuchte als Alleinunterhalter etwas zu bewegen, das gelang ihm aber erst in Ansätzen, als er Mikael Forssell neben sich hatte. Note: 4

Mikael Forssell: Kam in der 55. Minute für Leon Andreasen. Fiel allerdings nicht groß auf, außer beim Elfmeterschuss zum 1:2. Note: 4

Salvatore Zizzo und Leon Balogun: Weniger als 20 Minuten Spielzeit.


Gottvater persönlich bleibt in Hannover bis 2011

Nennt es Wahnsinn, nennt es Genie, nennt es Verrücktheit - ich nenne es Jiri Stajner. Seit mittlerweile fünf Jahren dreht der Tscheche in Hannover seine Runden. Spätestens seit seinem Treffer gegen Mönchengladbach in der Saison 2003 ist er bei Fans und Verantwortlichen nicht mehr weg zu denken. Man sagt ihm nach, nicht nur diesen Treffer habe er an den hannoverschen Bars und Tresen mehr gefeiert als seine Einsätze im Training. Sein Landsmann Jan Simak und de damals noch in Hannover ansässige Jiri Kaufmann werden ihr Übriges dazu getan haben, wer will es ihnen verdenken, denn auch die beiden anderen Tschechen waren Kult in Hannover. Simak ist mittlerweile in Stuttgart gelandet, Kaufman dümpelt in den Niederungen des Fußballs herum.

Und nun bleibt Stajner bis 2011 in Hannover. Alles schien ziemlich schnell zu gehen in der Filiale von Präsident Martin Kind, obwohl oder vielleicht gerade weil Stajner- und Simak-Berater Christoph Leutrum mit an Bord war. Der war nach der gescheiterten Rückholaktion von Simak vor Saisonfrist zur Person non grata erklärt worden. Die Bezüge Stajners bleiben gleich, ungefähr bei 800.000 Euro pro Saison, bei entsprechend vielen Einsätzen wird es mehr werden.

Kleine randnotiz: Der Lieblingsgegner Stajners ist überigens der kommende Gegner von morgen: Der "große" HSV - gegen keinen anderen Bundesligisten trifft der Kultspieler der "Roten" häufiger. Dann wird es auch was mit dem ersten Auswärtssieg - und ich bin mit dabei.

96 - Hertha Die Noten

Robert Enke: Hatte über 90 Minuten nicht viel zu tun, musste allerdings einmal in höchster Not einschreiten. Note: 3
Sergio Pinto: Endlich einmal ein gutes Spiel des Portugiesen. Auf seiner Seite liefen keine Angriffe der Herthaner ab, machte nach hinten zu und auch im Spielaufbau war Pinto agil und bereitete mit einem rasanten Antritt das 2:0 durch Bruggink mit vor. Note: 2
Mario Eggimann: auch der Schweizer machte mal wieder ein relativ gutes Spiel, konnte allerdings mit Christian Schulz den quierligen und immer anspielbereiten Voronin nicht stoppen. Ansonsten stand er sicher. Note: 3
Christian Schulz: lange Pässe abzufangen, das wird wohl nicht mehr sein Ding werden. Ließ sich einige Male bei schnellen Antritten überspielen, ansonsten stand auch er sicher und baute das Spiel einige Male gut auf. Note: 3
Kocka Rausch: wirkte vor allen Dingen in den ersten 20 Minuten schlafmützig, gleich der erste Angriff der Herthaner ließ ihn schlecht aussehen. Fing sich danach allerdings, ohne sonderlich aufzufallen. Note: 4
Hanno Balitsch: war gleich bissig im Spiel, grätschte und rackerte, was das Zeug hält. Musste dann allerdings nach einer halben Stunde verletzungsbedingt raus. Note: 3
Leon Andreasen: win unauffälliges Spiel des Dänen, was ja nicht immer schlecht sein muss. Note: 3
Jacek Krzynowek: Durfte wieder für Rosenthal von Anfang an ran. Mühte sich, ohne dabei allerdings groß aufzufallen. Seine Standards sind allerdings verbesserungswürdig. Note: 3
Arnold Bruggink: er ist halt kein Spielmacher, aber unheimlich wertvoll für diese Mannschaft, spielt eine gute Rückrunde und krönte seine Leistung gegen Hertha mit einem schön herausgespieltem Tor. Note: 2
Jiri Stajner: Mal wieder ein Spiel mit mehr Schatten als Licht, oft zu ungestüm und mit dem Kopf durch die Wand, nur gut, dass diese Ballverluste zu keinen negativen Folgen für die "Roten" führten. Note: 4
Mike Hanke: Ein gutes Spiel des "Standfußballers". Diesem Ruf machte er gestern allerdings überhaupt gar keine Ehre. Erzielte das 1:0 durch einen schönen Kopfball und bereite das 2:0 durch Bruggink mit einem sehenswerten Querpass vor. In dieser Form dürfte die Stürmerwahl nicht schwerfallen. Note: 2
Jan Rosenthal: kam nach einer halben Stunde für Balitsch und fügte sich gleich mit einem Sprint ein, fiel auf der ungewohnten 6er Position zunächst nicht auf. War aber stets anspielbereit und versuchte dem Spiel seinen Stempel aufzudürcken. Note: 3
Bastian Schulz und Altin Lala: weniger als 20 Minuten Spielzeit.

Bremen - 96 Die Noten

Die Spielernoten für die Partie gegen Werder Bremen:


Robert Enke: Hielt was zu halten war, beim Elfmeter von Diego mit Glück, dass auch der Nachschuss daneben ging, an den anderen Gegentoren ohne Chance. Note: 2.
Segio Pinto: Verschuldete den Elfmeter, wirkte im Zweikampfverhalten oft fahrig und undiszipliniert und auch im Spiel nach vorne ging nicht viel. Note: 4
Mario Eggimann: Konnte an seine gute Leistung aus dem Hoffenheim-Spiel nicht anknüpfen, was sich nicht zuletzt an dem Pizarro Hatttrick belegen lässt. Im Spielaufbau mit einigen Unkonzentriertheiten. Note: 4
Christian Schulz: Siehe Mario Eggimann
Kocka Rausch: An dem Jungspund ist die Negativserie sicherlich nicht festzumachen. Stets bemüht, wenn er die Freiräume hatte, Druck nach vorne zu entwickeln, sah dennoch in einigen Abwehraktionen nicht gut aus, da er sich bisweilen zu leicht düpieren ließ. Fehlten auf der linken Seite allerdings häufig auch die Anspielstationen. Note: 3
Hanno Balitsch: rackerte und kämpfte, ohne allerdings wirklich Akzente setzen zu können. Note: 4
Leon Andreasen: Ohne Bindung zu seinen Nebenleuten, half in der letzten halben Stunde hinten rechts aus, da Pinto ausgwechselt wurde. Note: 5
Jan Arnold Bruggink: Bemüht, die Offensive zu beleben, seine Standardsituatonen waren allerdings erbärmlich. Note: 4
Jan Rosenthal: seit seiner Verletzung vor Monatsfrist ein Schatten seiner selbst. Kam überhaupt nicht ins Spiel, wirkte saft- und kraftlos und wurde zurecht nach einer guten Stunde zum Duschen geschickt. Note: 5
Jiri Stajner: Fand kaum statt. Note: 5
Mikael Forssell: bekam keine Anspiele, lief weite Wege ohne allerdings irgend eine Form von Torgefahr auszustrahlen, für einen türmer, bzw. allgemein für die Abteilung Attacke ein Armutszeugnis. Note: 5
Jacek: Krzynowek: Sehenswertes Tor, nachdem er gefühlte 100 Bremer ins Leere hatte Laufen lassen, mit ihm kam mehr Schwung über links. Note: 3
Mike Hanke: Nichts Neues an der Sturmfront, keine Note, da weniger als 20 Minuten Spielzeit.
Altin Lala: Armer Altin, weniger als 15 Minuten gespielt unud schuld an zwei Gegentoren, das wird eine anstrengende Nacht.

Robert Enke - Torwart für Deutschland!!

Wenn die Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Liechtenstein und Wales überhaupt etwas Erkenntnis erhellendes gebracht haben, dann ist es die Tatsache, dass Deutschland nun definitiv nach dem Abgang von Jens Lehmann einen neuen Weltklassetorwart und damit eine neue Nummer 1 im Tor hat. Und diese heißt, wie könnte es anders sein: Robert Enke.

Ok, aus bekanntem Lokalpatriotismus und Nähe zum hiesigen Fußballverein kommt diese Erkenntnis wenig überraschend. Nichts desto trotz. Besonders im Spiel gegen Wales machte Enke das, wofür er in Hannover geschätzt und geliebt wird. In erster Linie Ruhe und Souveränität ausstrahlen, als auch durch eine hervorragende Strafraumbeherrschung und teilweise katzensprungartige Reflexe zu gefallen zu wissen. Ein entscheidenden Pluspunkt hat Enke auch noch: Er hat Erfahrung gegenüber dem ernstzunehmenden Konkurrenten René Adler, der Bremer Tim Wiese muss halt da sein, denn man braucht halt auch nen dritter Torhüter, was will man machen. Und Erfahrung zählt auch beim Bundes-Jogi etwas.

Enke ist ehrlich und auch von seiner charakterlichen Einstellung ein Musterbeispiel für einen Profi. Auch in den Verhandlungen mit seinem derzeitigen Arbeitgeber Hannover 96 um den 2010 auslaufenden Vertrag sind diese Tugenden zu erkennen. Enke spielt mit offenen Karten und er sagt seine Meinung von Anfang an - um in der Nationalelf zu spielen, muss ein Torwart eben auch unter der Woche ins Geschehen eingreifen. In Hannover ist das auf absehbare Zeit nicht möglich. Man kann es ihm einfach nicht verübeln, ohne Robert Enke? Ich möchte nicht sagen, wo die "Roten" stehen würden.

Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Mike Hanke

Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Wie haben Bundesliga-Spieltag, es läuft die 67. Minute und unsere Mannschaft liegt hinten. Wir sind Stürmer und wollen mit aller Macht ein Tor erzielen. Was machen wir? Wir kämpfen, kratzen, beißen und spucken, kurz: Wir wenden die Grundtugenden eines jeden Fußballspielers an. Anders Mike Hanke.

"So wie Hanke über den Platz getrabt ist, muss man sich ernsthafte Sorgen darüber machen, dass er sich diverse Erfrierungen an den Zehen geholt hat.
" Keine Power - kein Mumm & von der fehlenden Technik jetzt mal lieber ganz zu schweigen! Ein gutes Spiel pro Saison ( gegen am Boden liegende Karlsruher ) ist für jemanden mit seinen Ansprüchen eindeutig zu wenig!",
schreiben Reddream und Lucky-tommy im Forum des Bundesligisten überspitzt und polemisch. Dennoch trifft es die kritiken, denen sich der ehemalige Wolfsburger ausgesetzt sieht, durchaus auf den Kopf: Keine Schnelligkeit, kein Einsatz und zu leichte Ballverluste bzw. Stoppfehler. Immer öfter hört man im Stadion ein Raunen, wenn der 25-Jährige den Ball am Fuß hat.

Sicherlich ist er auch ein Opfer des von Trainer Hecking bevorzugten Systems mit nur einer Spitze, in dem eben dieselbe aktiv in die Defensivarbeit eingebunden ist und teilweise bis an den eigenen 16er verteidigen muss. Dieser Ausrichtung fällt natürlich besonders die Abteilung Attacke zu Opfer. Doch was einem bei Hanke besonders in Auge fällt, scheint diese "Egal-Haltung" zu sein, weswegen zum Beispiel auch Genie-Stajner-Wahnsinn zu folgendem Schluss kommt: "Mike Hanke sollte sich nach dieser Saison nach einem anderen Verein umschauen und ich bin der letzte, der ihm nicht alles Gute dabei wünscht aber im Trikot der Roten möchte ich ihn nicht mehr sehen!"

Hankes Kredit scheint mittlerweile gehörig verspielt zu sein. Anspruch und Wirklichkeit (NIhct-Berücksichtigung bei der WM 06 und EM 08 scheinen wahrhaftig nicht zur Selbstreflexion angeregt zu haben) klaffen bei Hanke weit auseinander. Und nach der Leistung in den Spielen dieser Saison (Durchschnitts-kicker-Note: 4,39) dürfte der Platz in der Startelf in Gladbach doch nichts anderes als ein großes Wunder und nach außen hin nicht mehr vermittelbar sein. Und das ist auch gut so.