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Die Kaderplanungen gehen voran

Boar, war das eine Saison, mit Hängen und Würgen hat das Team von Hannover 96 die Klasse gehalten. Ein ausführlicher Saisonrückblick und die Nachbetrachtung zu den letzten Spielen wird in Kürze hier auf dem Blog veröffentlicht werden.

Dennoch oder gerade deswegen geht die Planung für die kommende Saison voran. Der Kader wird sich gegenüber der abgelaufenen Saison deutlich verändern, und das ist auch gut so. Alte Haudegen verlassen den Verein, neue junge Perspektivspieler sind bereits verpflichtet worden. So verlässt der nach dem Freitod von Robert Enke zum Kapitän "beförderte" Jan Arnold Bruggink den Verein in Richtung Holland. Einen neuen Verein hat er bis dato noch nicht gefunden. Bruggink war seit 2006 bei den "Roten" 111 Bundesligaspiele gemacht und dabei 20 Tore geschossen. Bruggink war dabei der Mann der Rückrunde, obei man ihm da unterstellen kann, dass er dabei nicht bloß an die "Roten" gedacht hatte, sondern auch an seine Vertragsverlängerungen. Bruggink spielte dabei die meiste Zeit auf der so genannten Zehnerposition als Spielgestalter und Kopf der 96er. Dabei konnte er oftmals nicht überzeugen, denn zu langsam und zu zweikampfschwach wirkte er oftmals auf dem Platz.

Auch Hanno Balitsch verlässt die Stadt an der Leine und schließt sich seinem vormaligen Arbeitgeber Byer Leverkusen an. Balitsch war einer der "Agressive Leader" des Teams, auch wenn seine Art nicht immer bei allen gut angekommen ist. Nachzufragen wäre unter anderem beim Ex-Trainer Dieter Hecking, der Balitsch mal in der Halbzeit in Wolfsburg auswechselte und zu den Amateuren versetzt hatte. Grund: Balitsch hatte die Halbzeitansprache des Trainers süffisant kommentiert. Balitsch war seit 2005 bei den "Roten" und absolvierte 123 Spiele mit 10 Toren. Unvergesslich bleibt sein Tor zum 3:2 gegen Schalke 04 während des vorletzten Heimspiels in der AWD-Arena, ein Tor bei dem sich aller Frust seinen Weg nach außen suchte.

Und zu Jiri Stajner braucht man wohl nicht mehr viel zu sagen und auf dessen "Leistungen" für 96 einzugehen.

Auf der anderen Seite stehen Neuverpflichtungen, die eher unter die Rubrik "langfristige" Planung zu setzen sind. Martin Stindl kommt vom KSC, Ron-Robert Ziegler von ManU und Moritz Stoppelkamp aus Oberhausen. Der richtige Kracher bei den Neuzugängen fehlt also noch. Man wird sehen, wie sich die Verhandlungen mit Elson und Arouna Koné entwickeln werden. Sergio Pinto jedenfalls hat heute seinen Vertrag bis 2013 verlängert. Ein erster wichtiger und guter Schritt in die richtige Richtung.


Nürnberg - Hannover 96 Spielbericht

Neue Besen kehren bekanntermaßen gut. Nach der Trainerentlassung von Dieter Hecking am Mittwoch folgte mit dem 2:0 - Sieg gegen die überaus harmlosen Clubberer aus Nürnberg der erhoffte Befreiungsschlag. Überragender Mann dabei auf dem Platz: Jiri Stajner.

Aus gegebenem Anlass an dieser Stelle statt der üblichen Berichterstattung eine Auflistung großer Taten des Kulttschechen.









Gottvater persönlich bleibt in Hannover bis 2011

Nennt es Wahnsinn, nennt es Genie, nennt es Verrücktheit - ich nenne es Jiri Stajner. Seit mittlerweile fünf Jahren dreht der Tscheche in Hannover seine Runden. Spätestens seit seinem Treffer gegen Mönchengladbach in der Saison 2003 ist er bei Fans und Verantwortlichen nicht mehr weg zu denken. Man sagt ihm nach, nicht nur diesen Treffer habe er an den hannoverschen Bars und Tresen mehr gefeiert als seine Einsätze im Training. Sein Landsmann Jan Simak und de damals noch in Hannover ansässige Jiri Kaufmann werden ihr Übriges dazu getan haben, wer will es ihnen verdenken, denn auch die beiden anderen Tschechen waren Kult in Hannover. Simak ist mittlerweile in Stuttgart gelandet, Kaufman dümpelt in den Niederungen des Fußballs herum.

Und nun bleibt Stajner bis 2011 in Hannover. Alles schien ziemlich schnell zu gehen in der Filiale von Präsident Martin Kind, obwohl oder vielleicht gerade weil Stajner- und Simak-Berater Christoph Leutrum mit an Bord war. Der war nach der gescheiterten Rückholaktion von Simak vor Saisonfrist zur Person non grata erklärt worden. Die Bezüge Stajners bleiben gleich, ungefähr bei 800.000 Euro pro Saison, bei entsprechend vielen Einsätzen wird es mehr werden.

Kleine randnotiz: Der Lieblingsgegner Stajners ist überigens der kommende Gegner von morgen: Der "große" HSV - gegen keinen anderen Bundesligisten trifft der Kultspieler der "Roten" häufiger. Dann wird es auch was mit dem ersten Auswärtssieg - und ich bin mit dabei.